Was ist alarmierung?

was ist alarmierung

Die Alarmierung der Bevölkerung ist die erste Maßnahme im Rahmen der Krisenkommunikation.

In Notsituationen müssen die Menschen rechtzeitig und so deutlich und effizient wie möglich alar­miert werden, damit sie sich angemessen verhalten und gegebenenfalls die spezifischen Empfehlun­gen befolgen können.

Die Alarmierung ermöglicht ihnen, empfänglicher für Informationen und Empfehlungen der Behör­den zu sein. Eine erfolgreiche Alarmierung muss daher folgende Ziele erreichen:

  • so viel wie möglich,
  • in einem möglichst kurzen Zeitraum,
  • mit einer einheitlichen, deutlichen und konkreten Nachricht,
  • aus einer offiziellen Quelle, die deutlich identifiziert ist,
  • über verschiedene Kanäle, die einander ergänzen.

In Notsituationen ist eine schnelle Alarmierung der Bevölkerung entscheidend. Die Art und Weise der Alarmierung hängt von den auf kommunaler, provinzialer und nationaler Ebene verfügbaren Kanälen ab.

Alarmierung über mehrere Kanäle

Je nach Notsituation kann die für die Krisenbewältigung verantwortliche Behörde entscheiden, die Menschen über verschiedene Kanäle zu alarmieren: Sirenen, von Tür zu Tür, Nachricht per Lautsprecher der Polizei, BE-Alert, ...

Die Behörden können zudem automatisch Alarmierungsnachrichten über ihre Twitter- und Facebook-Accounts versenden. Wir raten Ihnen also, ab sofort die offiziellen Accounts von Gemeinde, Provinz oder nationalem Krisenzentrum zu verfolgen.

Hier finden Sie eine Liste der Alarmierungsinstrumente:

TECHNIK

Vorteile

Nachteile

Von Tür zu Tür (Polizei)

  • Effizient in äußerster Dringlichkeit
  • Direkte und menschliche Alarmierung
  •  
  • Nur in begrenzter Zone möglich
  • Nur möglich, wenn keine unmittelbare Gefahr besteht

Lautsprecher der Polizei

  • Effizient im Fall einer Evakuierung
  • Es braucht Zeit, die betref­fende Zone zu alarmieren.
  • Gehörlose und Schwerhörige können nicht alarmiert werden.

Alarmierungssirenen

  • Schnelle Aktivierung
  • Nur für Personen, die sich in der betreffenden Zone befinden
  • Lösen automatisch den Reflex aus, geschlossene Räume aufzusuchen
  • Zuverlässiges und autonomes Netz
  • Nur im Umfeld von Kern­anlagen und Seveso-Anlagen
  • Begrenzte Reichweite zwischen 750 und 1 500 m
  • Müssen unbedingt mit einer gleichzeitigen Alarmierung über einen anderen Kanal einhergehen
  •  

Traditionelle Medien (Fernsehen, Radio)

  • Schnelle Alarmierung
  • Erreichen schnell eine sehr große Anzahl Personen
  • Lassen sich nicht auf eine bestimmte Zone ausrichten
  •  

Soziale Medien

  • Weite und schnelle Verbrei­tung
  • Können spezifische Zielgrup­pen (Jugendliche) erreichen
  • Fördern den Dialog zwischen Behörden und Bürgern
  • Geringe Auswirkungen, wenn nicht von der Bevölkerung verfolgt, bevor etwas geschieht
  • Risiko, dass die Nachricht in der Fülle von Informationen verloren geht

 

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